Sondersprechstunde für Patienten/-innen mit Herzinsuffizienz

In unserer Sondersprechstunde Herzinsuffizienz werden Patienten mit Herzschwäche unterschiedlicher Herzerkrankungen betreut.

Die Betreuung umfasst je nach Schwere der Erkrankung regelmäßige "Visiten", spezielle Ernährungsempfehlungen, gezielte Atemtherapien und eine spezielle, individuell abgestimmte Trainigstherapie.

Einen thematischen Schwerpunkt unserer Arbeit nimmt die Betreuung von Patienten mit Herzschwäche/Herzinsuffizienz ein.

 

Herzschwäche – auch Herzinsuffizienz genannt – ist eine sehr häufige und lebensbedrohliche Erkrankung, deren Leitsymptome Kurzatmigkeit, Luftnot sowie Müdigkeit oder geschwollenen Beine bzw. Knöchel sind. Bei fortschreitender Krankheit pumpt die linke Herzkammer in der Regel immer weniger Blut aus, da die Pumpkraft stetig abnimmt. Die Schwere der Erkrankung wird in die Stadien I bis IV nach der New York Heart Association, kurz NYHA, eingeteilt.


Die häufigste Krankheitsursache ist ein Herzinfarkt

Wenn hierbei große Teile des Herzmuskels absterben oder vernarben, kommt es zu einer krankhaften Vergrößerung der linken Herzkammer, die dann zur Pumpschwäche führt. Diese Veränderungen können auch bei einer Herzmuskelerkrankung oder bei langjährigem unerkannten Bluthochdruck auftreten.

Die Herzinsuffizienz bildet im Verlauf unterschiedlicher Grunderkrankungen eine Endstation. Innerhalb eines Jahres nach der ersten Krankenhauseinweisung sterben bis zu 40 Prozent der Patienten. Damit ist die Lebenserwartung schlechter als bei den meisten Krebserkrankungen.

Die Herzinsuffizienz ist der häufigste Grund für eine Krankenhauseinweisung bei Personen jenseits des 65. Lebensjahres und spielt folglich aus gesundheitsökonomischer Sicht eine herausragende Rolle. Allein im Jahre 2003 verursachte die Herzinsuffizienz in Deutschland Kosten in Höhe von rund 4,8 Milliarden Euro.

Die Therapie der Herzinsuffizienz richtet sich nach der Schwere der Erkrankung, entsprechend der NYHA-Klassifizierung. Zunächst wird eine Behandlung mit Medikamenten (z. B Betablocker, ACE-Hemmer, Diuretika, Digitalis) eingeleitet, die unter anderem der Entwässerung des Körpers dient und den Kreislauf stabilisieren soll.

In speziellen Fällen kann eine spezielle Schrittmachertherapie (z.B. Implantation von Defibrillatoren/speziellen Schrittmachersystemen) zum Einsatz kommen.

Die Ultima ratio ist eine Herztransplantation.

Bei allen Schweregraden der Herzinsuffizienz steht eine Basistherapie am Anfang der Behandlung: die Beratung des Patienten und seiner Angehörigen über die Erkrankung und deren Folgen und über die richtige Ernährung, wie etwa salzarme Kost und eingeschränkte Flüssigkeitsaufnahme, sowie die Empfehlung zu körperlicher Aktivität.

Gerade bei der körperlichen Aktivität hat sich in den letzten Jahren ein Paradigmenwechsel vollzogen. Galt lange Zeit die Lehrmeinung, Patienten mit Herzinsuffizienz sollten sich nicht oder nur sehr wenig körperlich belasten und auf gar keinen Fall Sport betreiben, so weiß man heute, das gerade diese verordnete Inaktivität den Krankheitsverlauf beschleunigt.

Mit einer eingeschränkten Kraft- und Ausdauerleistung setzt sich dann ein Teufelskreis in Gang, der noch verstärkt wird durch eine schlechte regionale Durchblutung aufgrund einer Fehlfunktion der Gefäßwände (Endotheldysfunktion) sowie durch eine Fehlsteuerung von für die Herzkreislauffunktion wichtigen Hormonen. Schließlich verursacht die Herzinsuffizienz auch immunologisch bedingte Störungen des Muskelstoffwechsels, die zum Abbau von Skelettmuskelzellen führen.

In einer von der Ethik-Kommission der WWU Münster genehmigten Studienreihe (TOUCH-Study) konnten wir in Zusammenarbeit mit den sportmedizinischen Instituten der WWU Münster und der Ruhr-Universität Bochum (RUB) sowie dem Institut für Trainingswissenschaften der RUB die bestmögliche Sporttherapie/Trainingstherapie untersuchen.

 


 

Neben der Tatsache, dass ein gezieltes ambulantes Training für diese schwer herzkranken Menschen nicht nur gefahrlos möglich ist sondern auch die Herzfunktion deutlich verbessert konnten wir die Notwendigkeit einer Einbindung eines Krafttrainings an Kraftmaschinen aufzeigen.

Diese Ergebnisse gehen nunmehr seit 2002 direkt in unsere Betreuung dieser Patientengruppe ein.

Ansprechpartner in der Herzinsuffizienzsprechstunde ist Frau Svetlana Coners.

 

Örtliches Versorungsnetzwerk in Dortmund-Hörde

Die Herzinsuffizienzsprechstunde wird als ein integratives System mit dem Kardiologen/ Angiologen des Ev. Krankenhauses Bethanien, Chefarzt Dr. B. Hufnagel geführt.

Dieses ermöglicht bei Bedarf eine rasche, unkomplizierte Aufnahme und Betreuung in einem Krankenhaus (Ev. Krankenhaus Bethanien), welches Sie kennen und in dem Sie mit ihrem speziellen Problemen und Nöten bekannt sind.

 

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